Die Vulkane

Vulkankette

Die Feuerberge

Durch seine jahrzehntelange Abgeschiedenheit als militärisches Sperrgebiet konnte Kamtschatka seine außergewöhnliche Natur bewahren. Heute ist die 1.200 km lange Halbinsel auch für westliche Touristen in erreichbare Nähe gerückt.

Geprägt wird die einzigartige Halbinsel in erster Linie durch die Vulkane. Dreißig aktive und über hundert erloschene Vulkane formten Kamtschatka und prägten die Bevölkerung. Kamtschatka wird vom höchsten aktiven Vulkan Eurasiens überragt - vom Klyuchevskoy (4.750 m), der 1994 ausgebrochen ist und seither wächst und wächst und wächst.

Der wohl gespenstischste Ort auf Kamtschatka ist der Tote Wald, der 1975/76 beim gewaltigen Ausbruch des Vulkans Tolbachik entstanden ist, als ein üppiger Kiefernwald unter einer meterhohen Ascheschicht erstickt ist. Heraus ragen nur mehr die Wipfel – sie stehen unverändert wie Skelette zwischen den jungen Kratern, denen noch heute, 35 Jahre später, schwefelige Gase entströmen.

Nach 36 Jahren Ruhe brach 2012 der Tolbachik wieder aus.

Am 27. November 2012 gab es nach 36-jähriger Ruhepause plötzlich wieder riesige Aschewolken über dem Vulkan Plosky Tolbachik. Die Station Leningradskaya (Lunokhodchikov), wo in den 60er Jahren das Mondmobil getestet wurde und seither viele Touristengruppen gecampt haben, ist mittlerweile Geschichte. Sie wurde mit Asche völlig zugedeckt.

Nach den gewaltigen Ausbrüchen 1975/76 war das ein deutliches Lebenszeichen eines der schönsten Vulkane Kamtschatkas. Sergey Gorshkov war dort und hat gefilmt.

Quelle: AirPano.com